Innere Medizin

Leistungsspektrum

In der Abteilung Innere Medizin bieten wir zur Versorgung von Patienten mit Erkrankungen der inneren Organe eine moderne apparative Ausstattung und ein breites technisches Spektrum. Neben der Behandlung von Patienten in den 85 Planbetten auf Stationen sowie Betten auf der Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) und der Intensivstation werden auch auf ambulanter Ebene Patienten qualifiziert internistisch versorgt.

Gemäß des regionalen Versorgungsauftrags des Krankenhauses wird hierbei das gesamte Spektrum von Erkrankungen der inneren Organe abgedeckt:

Herz-Kreislaufsystem

  • EKG, Langzeit-/Belastungs-EKG und Langzeit-Blutdruckmessungen
  • Ultraschall des Herzens, endoskopischer Herzultraschall (TEE)
  • Ultraschall von Hals- und Beingefäßen
  • Sonographie der inneren Organe des Bauchraumes
  • Sonographie der Schilddrüse mit jeweils Möglichkeit der Organpunktionen
  • Kontrastmittelsonographie
  • Implantation und Nachsorgebetreuung von Einkammer- und Zweikammerherzschrittmachern
  • Langzeit-Aufzeichnungsgeräte ("Event Recorder")

Intensivmedizin

Auf unserer modern ausgestatteten Intensivstation können Patienten mit akuten, schweren Erkrankungen durch intensivmedizinisch erfahrene Ärzte und kompetentes Pflegepersonal adäquat behandelt werden. Es besteht die Möglichkeit zur invasiven und nichtinvasiven Beatmung, vorübergehenden Anlage externer Schrittmacher, Anlage zentraler Zugänge und - in Kooperation mit einer nephrologischen Praxis - auch die Möglichkeit einer Akutdialyse sowie dem weiteren gesamten Spektrum intensivmedizinischer Überwachungs- und Behandlungsmöglichkeiten.

Schlaganfalleinheit

Bei der Stroke Unit des Krankenhauses Maria Hilf in Daun handelt es sich um eine Schlaganfall-Spezialstation mit vier Betten, in denen Patienten mit akutem Schlaganfall nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt werden. Es besteht eine 24-stündige Erreichbarkeit des für die Stroke Unit zuständigen Arztes über das

Schlaganfalltelefon: 06592 / 715-2030

Die Stroke Unit des Krankenhauses Maria Hilf ist seit Juni 2006 in Betrieb. Sie erfüllt die Kriterien einer regionalen Schlaganfall-Spezialeinheit, an der alle zur Primärversorgung erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Verfahren zur Verfügung stehen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Stroke Unit.

Lungenerkrankungen

Wir diagnostizieren und behandeln ein breites Spektrum an Lungenerkrankungen, wie z.B. Erkrankungen, die zu einer Verengung der Atemwege führen (Asthma, COPD), infektiöse und nicht-infektiöse, akute und chronische entzündliche Lungenerkrankungen (Pneumonie, Sarkoidose, exogen-allergische Alveolitis) oder Störungen der Atemfunktion (Schlafapnoe, Erschöpfung der Atempumpe bei pneumologischer Grunderkrankung). Zur Abklärung von Lungenrundherden und Infiltraten steht die Bronchoskopie (Lungenspiegelung) mit transbronchialer Biopsie, Lymphknotenbiopsie und bronchoalveolärer Lavage (BAL) zur Verfügung. Wir verfügen über einen modernen Lungenfunktionsmessplatz (Bodyplethysmographie) und ein Schlafapnoe-Screening. Auf unserer Intensivstation steht ein neues Beatmungsgerät zur Verfügung, mit dessen Hilfe wir eine Heimbeatmung bei erschöpfter Atempumpe einleiten können.

Erkrankungen des Verdauungstraktes und der Leber

Unsere Abteilung bietet sowohl für stationäre als auch für ambulante Patienten eine nach modernen Gesichtspunkten ausgerichtete, gastroenterologische Komplettversorgung. Im Fachgebiet Gastroenterologie werden Patienten mit Erkrankungen des Verdauungstraktes, des Endarmes (Diagnostik z. B. bei Hämorrhoidalleiden), der Leber (unter anderem Leberzirrhose und Hepatitis), der Gallenblase (inklusive Steinleiden) und der Bauchspeicheldrüse betreut. Unter anderem werden hier Krebserkrankungen, Infektionserkrankungen, organspezifische Erkrankungen und funktionelle Störungen behandelt.

Zur Diagnostik stehen uns sämtliche endoskopische Untersuchungsmethoden und Therapieverfahren zur Verfügung:

  • Magenspiegelung
  • Dickdarmspiegelung mit der Möglichkeit der modernen "Chromoendoskopie" (Farbkontrastendoskopie)
  • Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren
  • Verödung von Speiseröhrenvarizen
  • Anlage von Ernährungssonden durch die Bauchdecke
  • Funktionsuntersuchungen mit H2-Tests zur Diagnose von Laktoseintoleranz, Fruktoseintoleranz oder bakterieller Fehlbesiedlung
  • Langzeitmessung des Säurewertes und Druckmessung in der Speiseröhre
  • Aufdehnung von Engstellen sowie Entfernung von Tumoren und großen Polypen im gesamten Magen-Darm-Trakt mittels Polypektomie oder endoskopischer Mukosaresektion sowie Argon-Beamer-Therapie
  • Möglichkeit zur Durchführung einer Kapselendoskopie und Enteroskopie (endoskopische Dünndarmdarstellung)
  • Endosonographie (endoskopischer Ultraschall von innen mit Punktionsmöglichkeit)
  • Mini-Sonden-Endosonographie vom oberen Verdauungstrakt, den Gallenwegen und dem unteren Verdauungstrakt
  • ERCP (endoskopische Kontrastmitteldarstellung gegebenenfalls mit Steinentfernung)
  • PTCD (Ableitung von Gallenfluss nach außen)

Innerhalb der Gastroenterologie kümmern wir uns im besonderem Maße auf ambulanter und stationärer Ebene um Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa), um Patienten mit Motilitätsstörungen (unter anderem Speiseröhrenprobleme, Reizmagen, Verdacht auf Reizdarm) sowie Patienten mit Verdacht auf oder diagnostiziertem Morbus Whipple (seltene Infektionskrankheiten mit Durchfall, Gelenkschmerz, Gewichtsverlust). Bei diesen Erkrankungen sind wir aktiv an Studien mit dem Ziel der Therapieverbesserung beteiligt.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Darmspiegelung.

Diabetes und Stoffwechsel

  • Diabetikerberatungen und -schulungen nach dem Standard der Deutschen Diabetesgesellschaft (DDG).
  • Ernährungsberatungen (Prophylaxe und Therapie)

Krebserkrankungen

Die Diagnostik von bösartigen Tumoren und Bluterkrankungen wie z.B. akuten oder chronischen Leukämien, Lymphomen, Multiplem Myelom (Plasmozytom), Myelodysplastischen Syndromen, Anämien (Blutarmut), gastrointestinalen Tumoren (Tumoren des Magen-Darm-Traktes, Leber, Gallenblase, Gallenwege, Pankreas), Lungentumoren, gynäkologischen Tumoren, urologischen Tumoren und anderen Krebserkrankungen wird in unserer Abteilung ambulant und stationär durchgeführt. Auch die medikamentöse Tumortherapie – als Chemotherapie beziehungsweise als kombinierte Immunchemotherapie – erfolgt bei uns sowohl ambulant als auch stationär für nahezu alle oben genannten Tumore.

Gerade bei Tumorerkrankungen gilt bei uns das Prinzip der fachübergreifenden Versorgung. So bieten wir unseren Patientinnen und Patienten nicht nur kurze Wege hinsichtlich der Terminvergabe und den nachfolgenden Behandlungsschritten bei den unterschiedlichen Funktionsbereichen (von Labor über Radiologie bis zu Ultraschall), sondern wir entscheiden in einem interdisziplinären Team über das individuell richtige Therapiekonzept. Zusätzlich kooperieren wir mit größeren Tumorzentren und onkologischen Arbeitskreisen (zum Beispiel Trier). Hierdurch sichern wir unseren Patientinnen und Patienten auch bei speziellen Fragestellungen oder seltenen Tumorarten die bestmögliche Therapie-Empfehlung unter Berücksichtigung der Erfahrungswerte hochrangiger Medizinexperten.

Die speziellen Probleme, die infolge dieser Erkrankungen auftreten, werden im Rahmen von ganzheitlichen Behandlungskonzepten besprochen. Dazu gehören Schmerztherapie, spezielle Ernährungsberatung und das Thematisieren und Lösen von Problemen im psychsozialen Bereich über engagierte Sozialarbeiter. Eine eventuell notwendige Portimplantation führen wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Chirurgen im Hause durch.

Hier finden Sie Informationen zur Palliativmedizin.

Vorsorge

In Ergänzung zu den Behandlungen von internistischen Patienten bieten wir auch individuell ausgearbeitete Vorsorgeprogramme (Check-up-Programme) nach modernen Gesichtspunkten an. Hierbei werden fachübergreifend an einem Tag die jeweils wichtigen Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt, begleitet von Aufnahmeuntersuchung und Abschlussbegutachtung durch den Chefarzt oder einen Oberarzt.

Ambulante Leistungen

  • Gesprächstermine
  • Darmspiegelung einschließlich Entfernung von Polypen, Fremdkörper und Blutstillung (kurative Coloskopie) mit Rektoskopie und Proktoskopie (Untersuchung auf Hämorrhoiden)
  • Vorsorgedarmspiegelung einschließlich Entfernung von Polypen (präventive Coloskopie)
  • Magenspiegelung: Duchführung von Endoskopien des oberen und unteren Verdauungstraktes unter Zuhilfenahme von speziellen endoskopischen Färbeverfahren (Chromoendoskopie, z. B. NBI, Methylenbau, Lugol).
  • Verödung von Krampfadern in der Speiseröhre
  • Erweiterung der Speiseröhre (Bougierung des Oesophagus und Einsetzen einer Oesophagusprothese), Erweiterung von Engstellungen des Magen-Darm Traktes
  • Anlage einer künstlichen Ernährungssonde (Perkutane Gastrostomie, PEG)
  • Langzeitsäuremessung der Speiseröhre (Langzeit pH-Metrie des Oesophagus)
  • H2-Atemtest (z. B. bei Laktoseintoleranz, Fruktoseintoleranz, bakteriell Fehlbesiedlung des Dünndarmes)
  • Transitzeitmessung (H2-Atemtest mit Lactulose sowie Hinton Test)
  • Darstellung der Gallengänge mittels Endoskopie (ERCP) mit
  • Röntgenaufnahmen des Abdomens
  • Endoskopischer Ultraschall mittels Spiegelung von Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse (Endosonographie der abdominellen Organe) und des Brustkorbbereiches (Mediastinum).
  • Ultraschalluntersuchung der abdominellen Gefäße (Duplexsonographie)
  • Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane mit Kontrastmittel (z.B. mit Sonovue®)
  • Punktionen von Organsystemen
  • Behandlung von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) oder mit dem Verdacht bzw. einem gesicherten Morbus Whipple (chronische Gelenkschmerzen mit Durchfällen)
  • Bestimmung der Blutgase
  • Ambulante Chemotherapien
  • Ambulante Nachbehandlung mit erforderlicher Diagnostik nach einer stationären Behandlung

Bei privat krankenversicherten Patienten sind alle und weitere Untersuchungen des Leistungsspektrums der Abteilung (wie zum Beispiel Ultraschalluntersuchungen von Gefäßen, Halsgefäßen, des Herzens, der Schilddrüse, EKG, Langzeit-/ Belastungs-EKG und Langzeitblutdruckmessungen, Bronchoskopie, Bodyplethysmographie, Schlafapnoe-Screening) auch ambulant durchführbar. Diese Untersuchungen werden im Rahmen eines individuellen Gesundheitschecks angeboten.

Stationäre Versorgung nach ambulanten Operationen

Das Krankenhaus bietet allen Patienten bei ambulanten Operationen an, gegen eine Gebühr von 80 Euro eine Nacht (bis nach der Morgenvisite) auf Station untergebracht zu werden. Selbstverständlich werden Sie dabei vom Krankenpflegepersonal und - falls notwendig - auch ärztlich betreut und überwacht. Die Verpflegung (Abendessen am OP-Tag und Frühstück am Morgen vor der Entlassung) ist selbstverständlich.