Krankenhaus Daun

Gemeinsam den Weg gehen

Seit März 2009 bietet das Maria Hilf Krankenhaus Daun eine multidisziplinäre, palliativmedizinische Akutversorgung von unheilbar erkrankten Patienten an.

Patienten werden in dieser Lebensphase zielgerichtet betreut. Dabei geht es nicht mehr um Heilung, sondern um die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität. Dies bedeutet, Leiden zu lindern. Viele, die hierher kommen, haben durch ihre Erkrankung verursachte Beschwerden wie Schmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Atemnot oder auch Ängste. Sie wissen, dass ihre Lebenszeit nach heutigem Stand der Medizin auf einen absehbaren Zeitraum begrenzt ist.

Der Begriff Palliativ leitet sich vom lateinischen Wort „pallium“- der Mantel, oder „palliare“- mit dem Mantel bedecken, umhüllen, lindern ab. Palliativmedizin hat das Ziel, die Verbesserung der Lebensqualität von todkranken Patienten, deren Familie und Angehörigen zu erreichen. Letztendlich soll die Zeit, die den Betroffenen bleibt, mit größtmöglicher Lebensqualität erlebt werden. Dies erfolgt in Daun nach einem ganzheitlichen Behandlungsansatz mit einem fachübergreifenden Team.

Das Team

Hierzu gehören der Chefarzt der Inneren Abteilung Herr Prof. Dr. Marth, Herr Oberarzt Dr. Henzel, und Stationsärztin Frau Dr. Nell. Alle sind ausgebildete Palliativmediziner. Des Weiteren gehört dazu das pflegerische Team mit aktuell einer Palliative Care Fachschwester und einer weiteren Fachschwester in der Ausbildung. Das Team wird vervollständigt durch Physiotherapeuten, Pflegeüberleitung, Ernährungsberaterinnen und einen Seelsorger. Eine Anbindung an den ambulanten Hospiz- und Palliativdienst ist gegeben.

Gemeinsam den Weg gehen

Das fachübergreifende Team der Palliativmedizin v.l.n.r.: Schwester Brigitte Zart, Hausseelsorger Pfarrer Iancu, Schwester Jana Hermes, Chefarzt Prof. Dr. Marth,
Ernährungsberaterin Walburga Bauza, Facharzt Dr. Böhm, Stationsleitung Schwester Hannah Balter, Oberarzt Dr. Henzel, Physiotherapeutin Michèle Willwertz.

Der Palliativ-Bereich des Krankenhauses Maria Hilf verfügt derzeit über fünf Betten, davon zwei Zweibettzimmer und ein Einzelzimmer sowie einen freundlich gestalteten Aufenthaltsraum für Patienten und Angehörige. Rund 150 Patienten werden hier pro Jahr betreut. Die Aufenthaltsdauer beträgt je nach Symptomatik ein bis zwei Wochen. Die Kontaktaufnahme erfolgt häufig über den Hausarzt oder als direkte Anbindung aus den weiteren Fachabteilungen. Erfahrungsgemäß ist die zeitnahe Anbindung nach Diagnosestellung empfehlenswert, um schon für den Betroffenen, die Angehörigen, aber auch das behandelnde Team erste Ziele einschätzen zu können und auch Ängste abbauen zu können.

Die Begleitung

Im Mittelpunkt der Bemühungen stehen dabei stets der Patient und seine Angehörigen, die nach Wunsch des Patienten mit einbezogen werden. In vielen Fällen kann hierdurch eine Rückverlegung der Patienten in den häuslichen Bereich erzielt werden. Eine kompetente pflegerische und medizinische Weiterversorgung nach der Entlassung ist durch die enge Kooperation mit dem Palliativnetzwerk Westeifel, den Hausärzten und den Pflegediensten gewährleistet. Zudem finden regelmäßige Fortbildungen im Rahmen des Qualitätszirkels Palliativ im Dauner Krankenhaus Maria Hilf statt.

Die Palliativpatienten werden dort meist in Intervallen begleitet. Kommt ein Patient mit Schmerzen akut zur Aufnahme auf die Palliativstation, erfolgt im stationären Bereich die Schmerzeinstellung. Nach Erreichen des Zieles Schmerzfreiheit/Schmerzlinderung, kehrt der Patient in seine gewohnte Umgebung zurück. Tritt im Verlauf seiner Erkrankung ein neues Symptom auf, oder wird eine erneute Schmerzeinstellung notwendig, so erfolgt die Wiederaufnahme. So wird der Patient, aber auch seine Angehörigen auf seinem Weg begleitet. Manchmal auch bis zum Tod. In dieser letzten Lebensphase besteht die Möglichkeit, dass Angehörige auch rund um die Uhr anwesend sein können.

Den Menschen auf der Palliativstation soll die Möglichkeit gegeben werden, sich mit ihrer Situation auseinandersetzen zu können, Dinge regeln zu können und für ihre verbleibende Zeit einen möglichst reichen, eigenen Weg zu finden.„Dem Leben nicht mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben.“ (Cicely Saunders)