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Operation Anbau läuft nach Plan

Ostern 2018 soll Erweiterungsprojekt des Dauner Krankenhauses komplett umgesetzt sein.

Allmählich erkennt man die Dimension des zwölf Millionen Euro teuren Erweiterungsbaus des Maria-Hilf-Krankenhauses. Dessen Geschäftsführer Franz-Josef Jax ist zuversichtlich, dass der Zeitplan - Fertigstellung des Rohbaus bis zum Herbst 2016 sowie die Vollendung des Gesamtwerks bis zum Herbst 2017 - eingehalten werden kann.

Das Zwölf-Millionen-Projekt hält ihn auf Trab: Krankenhaus-Geschäftsführer Franz-Josef Jax (rechts) besichtigt die Baustelle und studiert mit den Arbeitern den Plan. TV-Foto: Brigitte Bettscheider Foto: Brigitte Bettscheider (bb) ("TV-Upload Bettscheider"
Das Zwölf-Millionen-Projekt hält ihn auf Trab: Krankenhaus-Geschäftsführer Franz-Josef Jax (rechts) besichtigt die Baustelle und studiert mit den Arbeitern den Plan. TV-Foto: Brigitte Bettscheider

Daun. Durch die Außenwand dringen Baugeräusche in das Büro von Franz-Josef Jax. Doch der Geschäftsführer des Maria-Hilf-Krankenhauses in Daun winkt ab. "Macht nichts", sagt er. "So bin ich immer mittendrin, und Hauptsache, es geht voran." Und das tut es augenscheinlich. Denn wer sich nun die Baustelle in südlicher Richtung des Krankenhauses ansieht, kann bereits erahnen, wie der Anbau einmal dastehen wird - auf Stelzen nämlich.

Erste Decke wird gegossen

"Wir sind aus dem Dreck raus", erklärt Jax mit Blick auf die im Januar begonnenen, aufwendigen Vorarbeiten wie die Hangsicherung, die Verlegung der Feuerwehrzufahrt oder die Baustelleneinrichtung. Drei bis vier Wochen seien die Arbeiten zwar im Verzug. Aber nun gehe es mit großen Schritten voran. So werde in Kürze die erste Decke gegossen. Parallel laufen vom Büro des Klinikgeschäftsführers aus die Vergaben von Fenstern, Sonnenschutz, Aufzug, Trockenausbau, Stahlbau, Dachdeckung, Gerüst, Innenputz. "Alles, was möglich ist, mit Firmen der Region", betont der Geschäftsführer.

Bis Ende September soll der Rohbau stehen, damit vor dem Winter das Gebäude rundum dicht ist. Es gebe zurzeit keinen Grund, daran zu zweifeln, dass im September kommenden Jahres der Erweiterungsbau komplett fertig sei, sagt Franz-Josef Jax. Anschließend erfolgen Anschluss und Anpassung an das bestehende Gebäude. "Bis Ostern 2018 sind wir mit allem durch", meint er.

So wird er aussehen: der Erweiterungsbau des Dauner Krankenhauses. In ihm werden Fachbereiche wie die Radiologie und Orthopädie angesiedelt. Im vierten Obergeschoss entsteht eine Technikzentrale. Foto: Krankenhaus
So wird er aussehen: der Erweiterungsbau des Dauner Krankenhauses. In ihm werden Fachbereiche wie die Radiologie und Orthopädie angesiedelt. Im vierten Obergeschoss entsteht eine Technikzentrale. Foto: Krankenhaus

Raumnot wird gelindert

Etwa zwölf Millionen Euro kostet der Erweiterungsbau inklusive Modernisierung der Fachbereiche Orthopädie, Intensivstation, Endoskopie und Radiologie. Mit 9,2 Millionen beteiligt sich das Land Rheinland-Pfalz. Das Erweiterungsgebäude sei notwendig geworden, um dem gestiegenen Raumbedarf gerecht zu werden und die Intensivstation, die Radiologie und Teile der orthopädischen Pflegestation neu zu strukturieren und modernen Abläufen anzupassen, erklärt Franz-Josef Jax. Das Untergeschoss ist für Parkplätze konzipiert, die drei Obergeschosse fallen an die Fachbereiche Intensiv, Radiologie, Orthopädie. Als viertes Obergeschoss entsteht eine Technikzentrale.

Extra

Das Krankenhaus Daun befindet sich in Trägerschaft der Gesellschaft der Katharinenschwestern mbH mit Sitz in Münster/Westfalen. Sie betreibt auch das Seniorenhaus Regina Protmann, die Alten- und Krankenpflegeschule und das Medizinische Versorgungszentrum in Daun sowie das Regina-Protmann-Stift in Kelberg. Im Dauner Krankenhaus sind im vergangenen Jahr 9500 Patienten stationär und mehr als 20 000 ambulant behandelt worden. sts


Quelle: Trierischer Volksfreund, Brigitte Bettscheider