Krankenhaus Daun

Das Bangen hat ein Ende

Der Kampf hat sich gelohnt. Die Onkologie im Dauner Krankenhaus bleibt bestehen.
Das ermöglicht den Krebspatienten in der Region weiterhin eine heimatnahe Versorgung.


Die Krebspatienten können weiterhin in Daun behandelt werden

Am 08. August 2018 wurde durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) in Trier ein halber niedergelassener Kassensitz der ambulanten Onkologie im Dauner Krankenhaus genehmigt. Dies ermöglicht, dass das Krankenhaus entsprechende onkologische Behandlungen nach den Vorgaben der KV abrechnen darf. Somit wird die Unterfinanzierung der ambulanten Onkologie künftig behoben und die Abteilung kann weiter bestehen bleiben.

Das ist eine riesige Erleichterung für alle Beteiligten, insbesondere für die Krebspatienten, die nun wieder wohnortnah behandelt werden können. Dies trägt unter anderem auch zu einer höheren Lebensqualität bei. Die Patienten haben so keine weiten Anfahrtswege und die Therapie kann weiterhin in ihrem gewohnten Umfeld durchgeführt werden, was sich, besonders im Hinblick auf die psychische Situation, sehr positiv auswirken kann.

Dass sich alles zum Guten gewendet hat, ist nicht zuletzt der langjährigen Patientin Jutta Weber-Meeth zu verdanken, die sich für den Erhalt der Onkologie eingesetzt hat. Mit einem Plakat „Ich möchte weiterhin hier behandelt werden!“ hat sie vorm Eingang des Krankenhauses demonstriert und Unterschriften gesammelt. Die Nachricht hat sich in Windeseile, unter anderem auch über soziale Medien, herumgesprochen. Parallel zu der Unterschriftenaktion, an der sich neben regionalen Arztpraxen und Apotheken auch weitere öffentliche Einrichtungen, Geschäfte usw. beteiligten, wurde eine Online-Petition eingerichtet, die mehr als 1.000 Unterstützer gefunden hat. Insgesamt wurden über 3000 Unterschriften gesammelt.

Das Aufbäumen in der Bevölkerung hat sich gelohnt und Wirkung gezeigt. Unterstützt wurde die Aktion von dem ehemaligen Dauner Allgemeinmediziner Dr. Heinz Josef Weis, der sich fachlich auf verschiedenen Wegen für den Erhalt der Abteilung eingesetzt hat sowie von der hiesigen Landtagsabgeordneten der Regierungspartei Astrid Schmitt (SPD), die sich hinter den Kulissen auf der politischen Ebene für den Erhalt der ambulanten Onkologie stark gemacht und mit den Verantwortlichen im Land nach einem Lösungsvorschlag gesucht hat. Als Antragsteller musste sich das Krankenhaus bis zum Verhandlungstag zurückhalten, um die Entscheidung nicht vorher negativ zu beeinflussen. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an alle Beteiligten, die sich für den Erhalt der ambulanten Onkologie stark gemacht haben und nicht zuletzt an die Kassenärztliche Vereinigung in Trier, die durch ihr Entgegenkommen das Unmögliche möglich gemacht hat.

Die Onkologie im Krankenhaus Maria Hilf besteht seit 2012. Zuletzt wurden hier monatlich mehr als 400 Patienten ambulant behandelt.


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